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Metastudie: Trendkompass Schuhe - So viel investieren die Deutschen in Schuhe

Weiß-blauer Retro-Sneaker als Titelmotiv des Trendkompass Schuhe

Trendkompass
Schuhe:

So viel investieren
die Deutschen in Schuhe
Eine Analyse der Ausgaben, Preissegmente und Kauftrends
Studie als PDF herunterladen
Einleitung

Schuhe sind mehr als Gebrauchsgegenstände. Sie sind Ausdruck von Stil, Komfort­anspruch und zunehmend auch von Haltung – etwa beim Thema Nachhaltigkeit.

Gleichzeitig steht der Schuhhandel unter dem Druck wirtschaftlicher Unsicherheit, veränderter Konsumgewohnheiten und wachsender Online-Konkurrenz. Wie wirkt sich das auf das Kaufverhalten der Deutschen aus? Wir haben zahlreiche Studien und aktuelle Marktdaten überprüft, um herauszufinden, was Konsumenten heute bewegt.

Der Trendkompass Schuhe nimmt den Markt genau unter die Lupe: Welche Schuharten liegen im Trend? Welche Rolle spielen verschiedene Preissegmente – und wofür sind die Deutschen bereit, mehr zu zahlen? Auch die Kaufmotive haben sich verändert: Rabatte und Aktionstage sind für viele ein fester Bestandteil der Kaufentscheidung, insbesondere bei jüngeren Zielgruppen.

Dieser Report bietet einen kompakten, datenbasierten Überblick über Trends, Zahlen und Treiber im deutschen Schuhmarkt – und lädt dazu ein, bekannte Muster zu hinterfragen und neue Zielgruppen besser zu verstehen.

Kapitel 01

Der deutsche Schuhmarkt im Überblick

€11,62 Mrd.Gesamtumsatz im deutschen Schuhhandel 2024
0,8%Rückgang gegenüber dem Vorjahr

Der deutsche Schuhmarkt stagniert aufgrund der weltweiten Krisenstimmung – Experten rechnen jedoch mit einem Nachholeffekt für 2025.

Sneaker – beliebteste Schuhart in Deutschland

Beliebte Schuharten in Deutschland

76,3%tragen Sneaker
24,6%kaufen Sportschuhe
8,3%nutzen reine Businessschuhe

So viele Schuhe besitzen und kaufen Deutsche

54,6%der Deutschen kaufen mehrmals im Jahr neue Schuhe
22%

Männer mit mehr als 10 Paar Schuhen

48%

Frauen mit mehr als 10 Paar Schuhen

Wie viele Deutsche geben mehr als 100 € pro Paar aus?

22,5%
  • 77,5 % geben bis zu 100 € aus
  • 22,5 % geben über 100 € aus

Das Niedrigpreissegment bildet das Fundament im deutschen Schuhhandel – 50,1 % kaufen am liebsten im Segment bis zu 60 €.

Preissegmente

Wofür geben die Deutschen mehr aus?

Zu welchem Preissegment die Deutschen greifen, entscheidet sich nach Schuhkategorie. Bei Winterstiefeln und Sportschuhen geben über 60 % gerne mehr als 60 € aus – bei offenen Schuhen greifen knapp 70 % lieber zum günstigeren Modell.

Ausgabebereitschaft pro Paar nach Kategorie
Schuhkategorieunter 60 €über 60 €
Winterstiefel37,2 %62,8 %
Sportschuhe40,3 %59,7 %
Freizeit-Sneaker45,5 %54,5 %
Anlassschuhe54,5 %45,5 %
Halbschuhe59,7 %40,3 %
Offene Schuhe69,3 %30,7 %
Hausschuhe85,0 %15,0 %
Ausgabebereitschaft nach Einkommen
Einkommensgruppebis 40 € / Paarüber 150 € / Paar
Unterdurchschnittlich50,4 %2,6 %
Durchschnittlich35,1 %4,8 %
Überdurchschnittlich25,5 %10,6 %

Je höher das Haushaltsnettoeinkommen, desto seltener greifen die Deutschen zu günstigen Schuhen: Über die Hälfte der Geringverdiener gibt maximal 40 € pro Paar aus, während jeder zehnte Besserverdiener über 150 € zahlt.

Kaufimpulse heute

45%der Konsumenten setzen auf Rabatte oder Aktionsdeals
47%gehen gezielt zu Sale-Events wie dem Black Friday auf Schnäppchenjagd
35%der Schuhkäufe erfolgen heute online – digitale Kaufanreize spielen eine zunehmend große Rolle
43%wären bereit, für Nachhaltigkeit einen Aufpreis zu zahlen
67%

Unter den 18- bis 29-Jährigen warten 67 % mit dem Shopping auf Aktionstage.

57%

der 16- bis 39-Jährigen haben schon einmal ein Produkt über eine Instagram-Anzeige gekauft.

20232024
2023
11,71 Mrd.
2024
11,62 Mrd.
Kapitel 02

Der deutsche Schuhmarkt: Gesamtumsatz und Marktentwicklung

Der deutsche Schuhmarkt stagniert. Viele Menschen kaufen weniger ein, weil die wirtschaftliche Lage schwierig ist. Dabei entwickeln sich einzelne Bereiche unterschiedlich: klassische Schuhgeschäfte und neue Verkaufswege kämpfen um die Gunst der Kunden.

Aktueller Gesamtumsatz im deutschen Schuhhandel

Der Gesamtumsatz des deutschen Schuhhandels belief sich 2024 auf 11,62 Milliarden Euro – rund 90 Millionen Euro weniger als im Vorjahr und ein leichter Rückgang von 0,8 %. Da die Verbraucherpreise um 2,2 % gestiegen sind, fällt der inflationsbereinigte Rückgang noch höher aus.

Vor allem der stationäre Schuhfachhandel musste Verluste hinnehmen – der Umsatz sank um 100 Millionen Euro bzw. 1,5 %. Der Online-Handel verzeichnete dagegen mit 20 Millionen Euro einen leichten Zugewinn von 0,7 %.

Marktentwicklung in Deutschland

Nach dem starken Einbruch während der Corona-Zeit erholte sich der Markt 2022 deutlich (+10 %), 2023 ging es mit +3,8 % weiter bergauf. Dieser Nachholeffekt pausiert 2024.

Für 2025 wagt der Handel nur vorsichtige Prognosen: Knapp 45 % der Händler rechnen mit weiteren Rückgängen, nur 25 % mit einem Umsatzplus. Als Gründe gelten gestiegene Lebenshaltungskosten und geopolitische Krisen.

Quellen: 1 BTE (Abruf 15.05.2025); 2 Statistisches Bundesamt (Abruf 15.05.2025); 3 IFH Köln, Branchenbericht Schuhe 2024 (Abruf 15.05.2025).

Kapitel 03

Internationale Markttrends

Anders als in Deutschland verzeichnete der weltweite Schuhmarkt 2024 ein solides Wachstum. Der Umsatz stieg auf 412,9 Mrd. US-Dollar – ein Plus von rund 3,6 % gegenüber dem Vorjahr.

+3,6%weltweites Marktwachstum 2024

Asien-Pazifik · 32,07 %

Führend im globalen Schuhmarkt. Allein China macht über 50 % der weltweiten Schuhproduktion aus; die Nachfrage stieg im Inland wie international.

Nordamerika · 25,3 %

Starke Nachfrage nach trendbewussten und funktionalen Schuhen, insbesondere im Bereich Sportschuhe.

Europa · CAGR 3,6 %

Wuchs mit einer durchschnittlichen jährlichen Rate von 3,6 % und profitierte von der zunehmenden Bedeutung des Online-Handels.

  • E-Commerce: 2024 wurden 23,6 % des weltweiten Schuhumsatzes online erzielt – prognostiziert sind 26 % bis 2027.
  • Nachhaltigkeit: Marken wie Timberland, PUMA und Adidas investieren in nachhaltige Materialien und Produktionsmethoden.
  • Athleisure-Trend: Sportlich-inspirierte Freizeitkleidung steigert die Nachfrage nach bequemen, vielseitigen Schuhen.

Quellen: 1 Oberlo.com; 2 Fortune Business Insights; 3 Grand View Research (Abruf jeweils 15.05.2025).

Kapitel 04

Trends nach Schuhkategorie

Angesichts veränderter Konsumgewohnheiten zeigen sich deutliche Trends: Während sportlich-legere Schuhe weiter an Beliebtheit gewinnen, stehen klassische Kategorien wie Business-Schuhe unter Druck.

Sneaker

76,3 % der Deutschen tragen gerne Sneaker – Spitzenreiter in deutschen Schuhschränken. 2023 überschritten die Sneaker-Umsätze in Deutschland erstmals die Marke von 3 Milliarden Euro. Anhaltende Komfortorientierung lässt auch für 2025 steigende Verkaufszahlen erwarten.

Moderner Lifestyle-Sneaker

Sportschuhe

Das Segment wächst seit Jahren überdurchschnittlich. Bereits 2017 entfielen EU-weit 23,4 % der Schuh-Umsätze auf Sportschuhe. Heute geben 24,6 % an, regelmäßig Sportschuhe zu tragen – Adidas, Nike und Puma führen die Top-10 der bekanntesten Schuhmarken an.

Sportlicher Performance-Sneaker
23,6%des weltweiten Schuhumsatzes erfolgen online

Klassische Damen- und Herrenschuhe

Klassische Leder­schuhe müssen sich zunehmend gegen sportlich-funktionale Modelle behaupten. Zwischen 2013 und 2017 verloren sie in Deutschland 5,5 Prozentpunkte Marktanteil. Immerhin geben noch 30,8 % an, Schnürschuhe zu tragen, und 28,7 % besitzen Boots und Stiefel – aber nur noch 8,3 % bekennen sich zum klassischen Businessschuh.

Klassische braune Lederschuhe (Derby)

Kinderschuhe

Der Markt gilt als stabil, weil er bedarfsgetrieben ist: Kinderfüße wachsen schnell, Eltern kaufen regelmäßig nach. Global sind die Umsätze zuletzt gestiegen, weiteres Wachstum wird prognostiziert – getrieben von wachsendem Bewusstsein für Fußgesundheit und dem Trend zu nachhaltigen Produkten.

Gelbe Canvas-Sneaker für Kinder

Quellen: 1 Consumer Report 2024, Marktmedia24; 2 BVSE; 3 IFH Köln; 4 Statista; 5 VMR (Abruf jeweils 15.05.2025).

Kapitel 05

Beliebte Preissegmente

Branchenanalysten beobachten seit Jahren eine Polarisierung der Preise im Einzelhandel: Niedrigpreisige Angebote und Luxusmarken wachsen überdurchschnittlich, während das mittlere Preissegment stagniert.

Niedrigpreissegment

unter 60 €

Das Fundament des Marktes: rund 50 % sind nur bis 60 € bereit; bei Hausschuhen über 70 % nur bis 40 €. Stark vertreten: Discounter und Fachmarkt-Filialisten.

Mittleres Preissegment

60–100 €

Über 80 % bevorzugen niedrige bis mittlere Preise. Eine Online-Plattform ermittelte einen durchschnittlichen Verkaufswert von 82 €.

Premiumsegment

über 100 €

Wächst parallel zum Niedrigpreissegment überdurchschnittlich – getrieben von Marken- und Luxusnachfrage.

Ausgabenbereitschaft nach Schuhart

Pro Schuhpaar geben die Deutschen je nach Kategorie sehr unterschiedlich viel aus. Gelb markiert ist jeweils das gefragteste Preissegment.

Schuhartbis 40 €bis 60 €bis 80 €bis 100 €über 100 €
Winterstiefel15,4 %14,2 %18,1 %21,4 %30,9 %
Sportschuhe19,0 %18,2 %17,3 %20,4 %25,1 %
Anlassschuhe22,6 %17,7 %17,8 %21,0 %20,9 %
Freizeit-Sneaker22,3 %21,2 %17,9 %19,0 %19,6 %
Halbschuhe25,0 %20,6 %20,0 %18,3 %16,1 %
Offene Schuhe46,7 %22,6 %13,8 %10,2 %6,7 %
Hausschuhe74,1 %10,9 %7,0 %4,6 %3,4 %

Quelle: Consumer Report 2024, Marktmedia24.

Kapitel 06

Ausgabenverhalten: demografische und regionale Unterschiede

Schuhe sind für die meisten Deutschen mehr als eine Notwendigkeit – sie gehören zum Lifestyle und unterstreichen die Persönlichkeit.

54,6 % kaufen mehrmals im Jahr neue Schuhe. Die Pro-Kopf-Ausgaben liegen jährlich bei etwa 350 Euro. Dabei gibt es sowohl regional als auch demografisch deutliche Unterschiede im Ausgabenverhalten.

60%der Deutschen besitzen bis zu zehn Paar Schuhe

> 80 % bevorzugen Schuhpreise unter 100 Euro.

Unterschiede nach Geschlecht

48%der Frauen besitzen > 10 Paar Schuhe

Ø 17 Paar · ca. 6 Paar/Jahr

22%der Männer besitzen > 10 Paar Schuhe

Ø 8 Paar · ca. 2 Paar/Jahr

  • 37,8 % der Frauen geben regelmäßig bis 40 € aus; nur 4,8 % über 150 €.
  • 25,9 % der Männer zahlen meist unter 40 €; 7,1 % über 150 € pro Paar.

Unterschiede nach Einkommen

Ausgabebereitschaft pro Schuhpaar nach Einkommensgruppe:

bis 40 € pro Paar

Unterdurchschn.
50,4 %
Durchschnittl.
35,1 %
Überdurchschn.
25,5 %

über 150 € pro Paar

Unterdurchschn.
2,6 %
Durchschnittl.
4,8 %
Überdurchschn.
10,6 %

Stadt vs. Land

In städtischen Regionen profitieren viele – besonders einkommensstarke – Haushalte von vielfältigem Angebot und kurzen Wegen. Auf dem Land ist die Auswahl begrenzter, Wege sind weiter und Einkommen im Schnitt niedriger. Großstadtbewohner geben deshalb sowohl nominal als auch anteilig mehr für nicht lebensnotwendige Güter wie Schuhe aus.

Kaum Unterschiede zwischen Ost und West

Westdeutsche Haushalte geben im Schnitt 105 €/Monat für Bekleidung und Schuhe aus, ostdeutsche (inkl. Berlin) 98 €. Anteilig am Konsumbudget liegt der Osten sogar leicht vorn (3,9 % vs. 3,6 % im Westen).

Quellen: 4 Statista; 5 VMR (Abruf jeweils 15.05.2025).

Kapitel 07

Kaufimpulse beim Schuhkauf

Der Schuhkauf ist selten rein rational. Neben funktionalen Bedürfnissen sind Emotionen, Angebote und individuelle Werte entscheidend – wann, wo und zu welchem Preis gekauft wird.

45%nutzen aktiv Rabatte oder Aktionsdeals und greifen bevorzugt zu reduzierter Ware
47%planen gezielt an Sale-Events wie dem Black Friday auf Schnäppchenjagd zu gehen

Auch Bonusprogramme sind beliebt: Etwa jeder Vierte nimmt an Kundenbindungsprogrammen mit Rabattpunkten teil.

Geplante Käufe vs. Impulskäufe

Schätzungen zufolge sind nahezu 50 % aller Schuhkäufe spontane Impulskäufe. Im Herbst 2023 gaben allerdings 67 % an, Spontankäufe bewusst zu reduzieren – 2024 ging dieser Fokus wieder etwas zurück, Spontankäufe nahmen wieder zu.

Quellen: 1 GfK-Studie; 2 INKOTA; 3 IFH Köln; 5 Statista; 6 Consumer Report 2024 (Abruf jeweils 16.05.2025).

Digitale Kanäle gewinnen an Relevanz

2023 lag der Online-Anteil der Schuhkäufe in Deutschland bei rund 35 %. Besonders neue Online-Marktplätze – oft aus Asien – sprechen jüngere Käufer mit riesiger Auswahl und aggressiven Preisen an und nutzen soziale Netzwerke intensiv fürs Marketing.

57 % der 16- bis 39-Jährigen haben schon einmal ein Produkt über eine Instagram-Anzeige gekauft – ein Beleg für die wachsende Bedeutung personalisierter, digitaler Kaufanreize.

Nachhaltigkeit als wachsender Kaufanreiz

Über zwei Drittel der deutschen Verbraucher legen Wert auf nachhaltige Schuhe; jeder Vierte achtet besonders auf regionale Produktion – etwa „Made in Europe“.

Allerdings prallen Anspruch und Preisbewusstsein oft aufeinander: Nur 43 % wären bereit, für ein nachhaltiges Produkt einen Aufpreis zu zahlen. Viele setzen eher auf langlebige Qualität, Reparaturfähigkeit und Second-Hand.

Kapitel 08

Ausblick: Was bringt die Zukunft?

Laut aktuellen Prognosen wächst der weltweite Schuhmarkt weiter. Bis 2032 wird ein Umsatz von bis zu 789,5 Milliarden US-Dollar erwartet – bei einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 6,9 %. Vor allem Schwellenländer sollen dazu beitragen.

Auch für Deutschland rechnen Experten – entgegen den Bedenken regionaler Händler – mit langsamem Wachstum bis 2028, vor allem durch einen weiteren Nachholeffekt im stationären Handel. Der Onlinehandel dürfte zusätzlich Marktanteile gewinnen.

6,9%erwartete jährliche Wachstumsrate des Weltmarkts bis 2032

Online und offline gut beraten: Schuhcenter

Die Studienergebnisse zeigen: In wirtschaftlich angespannten Zeiten kaufen die Menschen bewusster ein. Doch der Schuhkauf bleibt ein kleines Erlebnis – besonders, wenn Auswahl, Preis-Leistung und Beratung stimmen.

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Braune Lederstiefel aus dem Schuhcenter-Sortiment

Quellen: 1 Fortune Business Insights; 2 onlinemarktplatz.de.

Siemes Schuhcenter

Trendkompass Schuhe — So viel investieren die Deutschen in Schuhe

Datenbasierter Marktreport · Quellen siehe jeweilige Abschnitte · Stand 2024/2025